In der Praxis
Im Gegensatz zu offiziell freigegebenen Software-Systemen entsteht Schatten-KI meist aus dem pragmatischen Wunsch der Belegschaft, Arbeitsprozesse schneller zu erledigen. Mitarbeiter nutzen dabei oft private Accounts von öffentlichen KI-Tools, um Texte zu übersetzen, Code zu generieren oder Berichte zu analysieren.
In der Praxis birgt dieser unkontrollierte Einsatz massive Risiken für den Mittelstand. Sobald sensible Kundendaten, Quellcodes oder interne Finanzberichte in öffentliche Prompts eingegeben werden, fließen diese oft direkt in die Trainingsdaten der Anbieter. Dies führt zu schweren Verstößen gegen die DSGVO und gefährdet die IT-Compliance sowie die Datensicherheit des gesamten Unternehmens. Das Problem lässt sich nicht durch Verbote lösen, sondern erfordert das Bereitstellen sicherer, interner KI-Infrastrukturen.