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IT-Glossar

Single Source of Truth: Ende des Daten-Chaos

Das Prinzip, für jeden Datenbereich eindeutig festzulegen, welches System die verbindliche Quelle ist.

In der Praxis

Das Prinzip der Single Source of Truth (SSOT) besagt, dass für jeden Datenbereich eindeutig festgelegt ist, welches System den verbindlichen Stand vorgibt. Kunden-, Produkt- oder Bestelldaten können dabei in unterschiedlichen Systemen liegen. Problematisch wird es, wenn mehrere Ablagen denselben Anspruch erheben oder Zuständigkeiten unklar sind. Eine SSOT schafft deshalb keine zwangsläufig zentrale Gesamtdatenbank, sondern klare Verantwortlichkeiten und geregelte Datenflüsse zwischen den beteiligten Systemen.

Eine verantwortliche Quelle pro Datenbereich

Eine Single Source of Truth bedeutet nicht zwingend, dass sämtliche Unternehmensdaten in einer einzigen Datenbank liegen. In einer gewachsenen Systemlandschaft kann das ERP für Artikelstammdaten verantwortlich sein, während das CRM die führende Quelle für Vertriebsaktivitäten bleibt. Entscheidend ist, dass für jedes Feld eindeutig geklärt ist, welches System den verbindlichen Stand vorgibt.

Wie entsteht ein verlässlicher Datenfluss?

Zuerst werden doppelte Datenbestände, manuelle Übertragungen und widersprüchliche Zuständigkeiten sichtbar gemacht. Anschließend lassen sich Schnittstellen, Validierungsregeln und Freigaben so gestalten, dass Änderungen kontrolliert in die beteiligten Systeme gelangen. Protokolle und klare Fehlerwege helfen dabei, fehlgeschlagene Synchronisierungen zu erkennen und nachzuvollziehen.

Der praktische Nutzen zeigt sich in alltäglichen Entscheidungen: Angebote verwenden aktuelle Preise, Portale zeigen den richtigen Bearbeitungsstand und Auswertungen basieren auf nachvollziehbaren Daten. Die technische Plattform allein schafft diese Verbindlichkeit jedoch nicht. Ebenso wichtig sind geklärte Datenverantwortung, Pflegeprozesse und Berechtigungen.