Was ist der Unterschied zwischen SSL und TLS?
SSL (Secure Sockets Layer) ist der historische Vorläufer von TLS. Die alten SSL-Versionen gelten als überholt und werden nicht mehr für sichere Verbindungen verwendet. Im Sprachgebrauch hat sich „SSL-Zertifikat“ dennoch als Bezeichnung für Zertifikate gehalten, die bei TLS-Verbindungen eingesetzt werden.
Beim Verbindungsaufbau weist sich der Server mit seinem Zertifikat aus. Der Client prüft unter anderem die ausstellende Zertifizierungsstelle, den Domainnamen und die Gültigkeit des Zertifikats. Anschließend handeln beide Seiten Schlüssel für die verschlüsselte Sitzung aus. TLS schützt damit den Transportweg, ersetzt aber keine sichere Anwendung, Zugriffskontrolle oder sorgfältige Verarbeitung der Daten auf den beteiligten Systemen.
Bedeutung für den Datenschutz
Bei der Übertragung personenbezogener Daten ist TLS regelmäßig eine wichtige technische Schutzmaßnahme. Welche Maßnahmen im Einzelfall angemessen sind, hängt unter anderem von Art, Umfang und Risiko der Verarbeitung ab. TLS trägt dazu bei, die Vertraulichkeit und Integrität der Daten auf dem Übertragungsweg zu schützen.
Browser kennzeichnen unverschlüsselte HTTP-Verbindungen häufig als nicht sicher oder schränken bestimmte Funktionen ein. Für Websites, Portale und Schnittstellen sollte HTTPS mit einer aktuellen TLS-Konfiguration deshalb zum üblichen Sicherheitskonzept gehören.