Wie funktioniert Server-Virtualisierung?
Bei der klassischen Server-Virtualisierung abstrahiert eine Virtualisierungsplattform mit Hypervisor die physischen Ressourcen eines Servers. Darauf laufen mehrere voneinander getrennte virtuelle Maschinen (VMs). Jede VM ist ein vollständiges System mit eigenem Betriebssystem sowie zugewiesener CPU-Leistung, Arbeitsspeicher und Speicherplatz.
Davon zu unterscheiden ist die Betriebssystemvirtualisierung mit Containern, etwa mit
Docker. Container teilen sich den Kernel des Wirtssystems und kapseln Anwendungen samt ihrer Laufzeitumgebung. Sie sind dadurch leichter als vollständige virtuelle Maschinen, bieten aber eine andere Form der Trennung.
Vorteile für mittelständische Unternehmen
Die Konsolidierung von IT-Infrastruktur kann stabile Arbeitsabläufe und Kostenkontrolle unterstützen. Die Trennung virtueller Maschinen begrenzt viele gegenseitige Beeinflussungen. Gemeinsame Abhängigkeiten wie Hardware, Speicher, Netzwerk und Virtualisierungsplattform bleiben jedoch bestehen.
Je nach Virtualisierungsplattform und Einrichtung können virtuelle Maschinen auf andere physische Server migriert werden, auch während des laufenden Betriebs. Hochverfügbarkeit und Ausfallschutz entstehen daraus nicht automatisch. Sie setzen unter anderem geeignete Cluster-, Speicher- und Netzwerkkonzepte sowie ein strukturiertes
Backupkonzept voraus.